T28 - „Wald - Nutzung einst und heute“: Gemeinde Dobel

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Dobel Ortsmitte
Kurhaus
Wasserturm
Eyachtal
Dobel Ortsmitte
Kurhaus
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Eyachtal
T28 - „Wald - Nutzung einst und heute“

T28 - „Wald - Nutzung einst und heute“

Am Anfang war nur der Wald

Wenn wir das Ende der letzten Eiszeit als den Beginn unserer Betrachtung zur Entstehung und Entwicklung des Waldes in diesem Gebiet des Nordschwarzwalds festlegen, dann ist alles etwa so abgelaufen:
Nach der Eiszeit vor mehr als 12 000 Jahren gab es so gut wie keine Pflanzen oder Bäume. Nach und nach wuchsen anspruchslose Gehölze wie Wachholder und Birken. Im Laufe der Jahrtausende verdrängten sich die Arten unter dem Einfluss von Klima und Bodenveränderung.
Eichen, Ulmen, Linden, Ahorne und Eschen bildeten den sogenannten Eichenmischwald. Danach verbreiteten sich Fichte, Weißtanne und Rotbuche.
Erst etwa ab 4000 v. Chr. setzte sich hier im Nordschwarzwald Weißtanne und Rotbuche durch. Im 1. Jahrtausend v. Chr. kam es unweit von hier (Neuenbürg) zur Besiedelung durch Kelten, die Bergbau betrieben und zur Verhüttung (Schmelzen) der Erze Holzkohle benötigten. Der Holzbedarf war entsprechend hoch.

 

Besiedelung ging vom Kloster Herrenalb aus

Auf dem Dobler Höhenrücken trafen die ersten Siedler, die jedoch nicht Bergbau, sondern Landwirtschaft betreiben wollten, vor ca. 1000 Jahren - erste urkundliche Erwähnung von Dobel im Jahr 1149 - auf einen Buchen-Tannenwald.
Die vom einige Jahre zuvor gegründeten Kloster Herrenalb entsandten ersten Dobler Siedler stammten überwiegend aus den frühmittelalterlichen Siedlungen des Pfinz-und Albgaus. Die Entwicklung von Dobel war in der Anfangszeit stark vom Kloster Herrenalb geprägt. Vermutlich nutzte man die Höhenlage zunächst als Weidegebiet und nach und nach auch als Wohnplatz. Wie viele höher gelegenen Orte im Nordschwarzwald wurde auch Dobel zunächst als Waldhufendorf angelegt.
Die Entwicklung des Ortes und das Prinzip Waldhufe ist auf der Tafel T17 am westlichen Ortsrand detailliert beschrieben. Ackerbau und Viehhaltung, die ausgiebig in den umliegenden Wäldern betrieben wurde, standen nach der Urbarmachung der Waldflächen im Mittelpunkt des täglichen Lebens. Die in grundherrschaftlichen Gebieten ansässigen Bauern waren meist persönlich frei (ab ca.1500) oder unterlagen einer abgeschwächten Form der Leibeigenschaft, der Erbuntertänigkeit, die lediglich zusätzliche Abgaben mit sich brachte, doch die Höfe konnten meist vererbt werden. Es mussten jedoch auch Frondienste (unentgeltliche Arbeiten und Dienste, wie Holzhauen, Bauhelfer-Tätigkeiten etc.) für die Nutzung des Grund und Bodens bei der jeweiligen Grundherrschaft geleistet werden.
Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Herrschaften häufig, was sich jeweils auf das Leben der Untertanen auswirkte, dieses jedoch selten erleichterte.

 

Weidewirtschaft und Ackerbau

Wer mitten im Wald lebte, war auch in seinem Ein- und Auskommen vom umgebenden Wald abhängig. Einst musste dem Wald Land abgerungen werden, indem die Menschen Waldflächen rodeten. Anschließend wurden Gebäude erstellt, wobei man auf die Steine und das Holz zurückgriff. Auch Lehm, den man in sogenannten „Loimalöcher“ (Lehmlöchern) auch in Dobel fand, wurde beim Hausbau verwendet.
Der Ackerbau gestaltete sich auf dem Dobler Höhenrücken wesentlich schwieriger als in tiefer gelegenen Gebieten. Glücklicherweise stand für das Vieh der umgebende Wald als Nahrungsquelle zur Verfügung. Dieser Wald wurde vom Vieh im Laufe der Zeit regelrecht leergefressen, auch deshalb, weil durch das Bevölkerungswachstum in den Tälern die Flächen für die Viehhaltung dort nicht mehr ausreichten und das Vieh auf die Höhen getrieben wurde.
Durch sogenanntes Weidbrennen am Ende des Weidejahres wollte man den Baumwuchs unterbinden und das Graswachstum fördern und dadurch die Weideflächen vergrößern.
Durch die Nutzung der Hochflächen als Weiden konnten die hausnahen Wiesen für die Heugewinnung reserviert bleiben. Die Überweidung der Hochflächen führte bereits im 16. Jahrhundert zu einem Nährstoffverlust und zur Bodenverdichtung - der Wald wurde immer lichter.

 

Vom Wald in den Stall

Die Stallhaltung setzte verstärkt ein, als die Waldbeweidung 1833 in Baden und 1873 in Württemberg gesetzlich eingeschränkt wurde. Für das für die Viehhaltung in Ställen notwendige Gras und Heu mussten weitere ortsnahe Flächen von Wald in Wiesen umgewandelt werden, weil die Ackerflächen ja für den Anbau der Feldfrüchte bzw. des Getreides benötigt wurden. Die landwirtschaftliche Nutzung des Waldes also Waldweide, Waldfeldbau, die Entnahme von Nadeln und Laub als Streugut oder Gras als Tierfutter wurde von Seiten des Staates immer mehr eingeschränkt. Die Holzproduktion gewann immer mehr an Bedeutung und Aufforstungen in dem über Jahrhunderte „übernutzten“ Wald mussten geschützt werden.
Anpflanzungen und Jungbestände wurden durch Einzäunen vor Wildverbiss geschützt. Über alles wachten die staatlichen Forstbeamten, so auch darauf, dass z.B. beim Pflücken von Heidelbeeren die Pflanzen keinen Schaden durch allzu eifrige Sammler mit ihrer „Reff“ (Heidelbeerkamm) nahmen.

 

Auswanderung

Kurzum, das Leben war hart. Wenn dann auch noch Missernten und Kriege Hungersnöte nach sich zogen, dann lag es für viele Menschen nahe, das Glück in der Ferne zu suchen. Nordamerika war im 19. Jahrhundert ein beliebtes Ziel, um dort ein besseres Leben zu führen.

 

Holz - Erwerbsquelle für viele

Weidewirtschaft und Ackerbau Holz - Erwerbsquelle für viele Holz zum Bauen, Holz als Brennstoff - Holz war in den zurückliegenden Jahrhunderten für die Bewohner Dobels ein lebenswichtiger und lebensbestimmender Rohstoff. Keine Frage, dass viele Männer in der Holzbranche ihr Geld verdienten, jedoch war dies meist harte Arbeit.
Den vielen Holzhauern, Sägewerksarbeitern und Fuhrleuten standen noch keine komfortablen Werkzeuge, Maschinen oder Transportmittel zur Verfügung und der Begriff „Arbeitsschutz“ war nahezu völlig unbekannt. Beim Fällen der Bäume, beim Holz-Transport mit Pferdefuhrwerken und auch auf den Sägemühlen kam es immer wieder zu Arbeitsunfällen, auch solchen mit tödlichem Ausgang.
Den größten Teil der im Wald Beschäftigten machten die Holzhauer bzw. Holzfäller aus. Alles musste in Handarbeit mit Sägen und Äxten bewältigt werden.

Um schwaches und kurzes Holz aus Steilhanglagen ins Tal zu befördern, wurden sogenannte hölzerne Riesen angelegt.
Auch diese Tätigkeit war gefährlich, weil manchmal Holzstücke aus der Rinne sprangen und dabei in der Nähe befindliche Waldarbeiter erschlugen.

Neben der Holzhauerei und dem sogenannten „Pflanzensetzen“, wie das Ausbringen (vor allem durch Frauen) von in „Pflanzschulen“ (staatliche Baumschulen) herangezüchteten jungen Fichten und Tannen genannt wurde, gab es noch andere Berufe. Im Gegensatz zum sogenannten Pflanzensetzen, was noch bis in die 1960er Jahre betrieben wurde, sind die nachfolgenden Berufe längst ausgestorben:

Köhler, die Holzkohle für die Befeuerung der Hammerschmieden im Alb-, Enz- und Pfinztal herstellten, denn Stein- oder Braunkohle stand anfangs noch nicht zur Verfügung.

Pottaschesieder, die Holzabfälle verbrannten und aus der Asche dann durch Auslaugen und Sieden die Pottasche gewannen, die beim Färben, in der Seifensiederei und für die Glasherstellung in Glashütten benötigt wurde.

Zundelschneider, die Schwämme (Pilzart) für die Herstellung von Zunderschwämmen von den Bäumen sammelten.

Harzer entfernten einen Teil der Rinde (vornehmlich von Kiefern), so dass die Bäume versuchten, die „Wunde“ mit Harz zu schließen.
Das Harz wurde jedoch aufgefangen und daraus Pech und weitere Stoffe gewonnen.

Kienrußbrenner verschwelten Teile von Nadelbäumen.
Der dabei entstandene Kienruß wurde u. a. für das Herstellen von Malerfarbe und Druckerschwärze verwendet.

 

Spuren der Vergangenheit

Die vor uns befindliche Rampe war einst ein wichtiges Bauwerk im Wald, das dazu diente, das Langholz auf die Wagen von Pferde-Fuhrwerken zu bringen. Heutzutage erledigt dies eine Person mit einem am Langholztransporter angebrachten Kran. Früher wurde das Holz mit Pferden aus dem Wald an bzw. auf solche Lade-Rampen, wie wir sie hier sehen, gezogen und von dort auf die Anhänger der Pferde-Fuhrwerke gehebelt.

Das Bild zeigt: Lade-Rampe, wie man sie noch heute im Wald antrifft.

Sehr dicke Stämme wurden auch von Pferden und nach dem 2. Weltkrieg auch mit Motor-Winden auf die Transportwagen gezogen.

 

Hufschmiede und durstige Fuhrleute

Der Transport zu den vielen Sägemühlen in den benachbarten Tälern (Holzbachtal, Albtal) erfolgte lange Zeit mittels Pferde-Fuhrwerken durch den Ort Dobel. Im Holz- und dem anschließenden Maisenbachtal existierten urspünglich nicht weniger als neun Sägemühlen, von denen ein Großteil noch bis in die 1970er-Jahre betrieben wurde. Vor allem die Dobler Gasthäuser und die Hufschmiede profitierten von dem Transportmittel „Pferde-Fuhrwerk“ durch ihre Lage an der Route ins Holzbachtal.
Noch in den 1950er-Jahren wurden die Pferde in Dobel von zwei Hufschmieden beschlagen, was von den Fuhrleuten häufig dazu genutzt wurde, ihren oftmals großen Durst in den Dobler Gasthäusern zu stillen.
Zeitweise reihte sich am Spätnachmittag Fuhrwerk an Fuhrwerk (selten unter 10 Gespanne) in der Nähe der Gaststätten.
Die Pferde stärkten sich aus dem Hafersack und mussten teilweise bis in die Nacht auf ihre zechenden Lenker warten.